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Olaf

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Über mich: - 1978-1980 CZ Jena (Feinmechanikerlehre), OHS LSK/LV Franz Mehring
- 1980-1987 HU Berlin, Sektion Physik (Meteorologiestudium)
- 1987-1990 ZFWW LSK/LV Fuerstenwalde (Satellitenmeteorologie)
- 1990-1991 AdW-IKF Satellitenbodenstation Neustrelitz (Geofernerkundung)
- 1991-1993 GTA Ingenieurbuero fuer Geoinformatik Neubrandenburg
- 1993-1996 'Freelancer' (Umweltmeteorologie)
- seit 1996 TROPOS Leipzig (Aerosol- und Wolkenphysik)

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Mittwoch, 3. Januar 2018, 11:02

SHF-Ueberreichweiten

SHF = Super High Frequency (3-30 GHz)

FA 8/1981, S. 396
================
Mikrowellenausbreitung im Oberflaechenduct ueber See - eine Chance fuer 10-GHz-DX
W. Thote (Y24PL)

Der Autor beschreibt das Phaenomen des "SHF-Ducting" in der maritimen Grenzenschicht
(MBL = marine boundary layer), das meteorologisch genauso zustande kommt
wie VHF-DX.
Es bedarf eines starken Vertikalgradienten der Refraktivitaet, hier verursacht durch
Aufgleiten warmer, trockener Kontinentalluft auf die See (z.B. naechtlicher Landwind als
Teil der mesoskaligen Land-See-Wind-Zirkulation).
Die bodennahe maritime Luftschicht hat durch die Verdunstung (latenter Waermestrom)
eine hoehere Luftfeuchte (quellnah) als in hoeheren Luftschichten (quellfern), wodurch ein starker, natuerlicher
Vertikalgradient der Feuchte auftritt. Bei Aufgleiten von Kontinentalluft auf die oberflaechennahe
maritime Luft wird der Effekt verstaerkt.
Dadurch wird die Kruemmung des Wellenausbreitungspfades u.U. groesser als die Erdkruemmung.
Das Phaenomen tritt bevorzugt waherend sommerlicher und herbstlicher Schoenwetterlagen
auf ("autochthone" (eigenbuertige) Wetterlagen im Gegensatz zu "allochthonen" (fremdbuertigen) Wetterlagen).
Totale Wellenleitung erfordert bei 10 GHz Ductdicken von 12-15 m.
Der Autor reportiert SHF-Ducting ueber der Ostsee und der Adria.
Rekord bis FA-Redaktionsschluss: 1980 zwischen Brindisi (IA30d) und ColOisentin (GG72j) mit SFH-DX 757 km.

73
O.

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