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Olaf

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Über mich: - 1978-1980 CZ Jena (Feinmechanikerlehre), OHS LSK/LV Franz Mehring
- 1980-1987 HU Berlin, Sektion Physik (Meteorologiestudium)
- 1987-1990 ZFWW LSK/LV Fuerstenwalde (Satellitenmeteorologie)
- 1990-1991 AdW-IKF Satellitenbodenstation Neustrelitz (Geofernerkundung)
- 1991-1993 GTA Ingenieurbuero fuer Geoinformatik Neubrandenburg
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Olaf

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Dienstag, 19. Dezember 2017, 08:43

Ausblick: Sonnenfleckenzyklus Nr. 25 (sehr schwach)

Auf der Basis einer Spektralanalyse historischer Aufzeichungen der Sonnenfleckenzahl (SNC = sun spot counter)
wagt Salvador eine Extrapolation dieser Groesse bis 2100 (siehe Artikel im Anhang). Leider gibt der Autor nicht alle
seine Regressionsparameter an, so dass man sein Modell nicht "nachrechnen" kann (aber der Autor bietet
die Konstanten an fuer EXCEL-Berechnungen).
Das Modell scheint die historische Zeitreihe der SNC-Maxima seit 1900 qualitativ richtig wiederzugeben (Abb. 6).
Den schwachen Zyklus Nr. 20 (Maximum 1968) hat er allerdings nicht getroffen (statistisches Modell eben).
Sein Modell zeigt aber eine Abnahme der SNC auch fuer den neuen Zyklus Nr. 25 (siehe Abb. 7).
Der neue Zyklus beginnt demnach 2018 und erreicht 2023/24 sein Maximum, dass viele schwaecher
ausfallen soll als das des jetzigen 24. Zyklus (Max. 2014-02 mit einer Sonnenfleckenrelativzahl von 102).
Bemerkenswert ist der gesamte Zeitraum 2018-2033, in dem eine extrem schwache Sonne vorhergesagt wird.

Das hat mir gleich wieder die Schrecken des Maunderminimums um 1700 (Abb. 1) in Erinnerung gerufen.
Die Aelteren werden sich mit mir noch genau dran erinnern. Mann, was haben wir da gehungert und gefroren ...
Also aufgepasst! Der Autor hat sich weit aus dem Fenster gelehnt, da sich seine Prognose nur auf eine Dekade
bezieht. Da haben es die die Jahrhundert- und Jahrtausend-Spezialisten schon deutlich einfacher.
Seine Prognose stimmt aber qualitativ mit der anderer Solarphysiker ueberein.

73
O.
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Dienstag, 19. Dezember 2017, 09:10

Im Juli 2015 hatte ich eine Korrespondenz mit Frau Professor Valentina Zharkova, in der ich nach Details zu der seinerzeit durch die
Presse verbreiteten Mitteilung gefragt habe, wonach es um das Jahr 2030 zu einem neuen Maunder-Minimum kommen soll.
Am 14.Juli 2015 hat sie mir wie folgt geantwortet:
====================================================================================================================

Dear Olaf,

Here is link to the paper where we predicted the Maunder minimum in cycle 26
[url]http://computing.unn.ac.uk/staff/slmv5/kinetics/shepherd_etal_apj14_795_1_46.pdf
[/url].

Also to understand the implications of this reduced activity on the
Earth you probably need to look at the plot of the solar irradiance from
1610 to 2010

[url]http://www.climate4you.com/Sun.htm#Solar%20irradiance%20reconstructed%20since%201610
[/url].
You can derive that the irradiance will drop by approximately 3 W/m^2
while the climate change people claim the increase of the Earth
temperature owing to GHGs by 2W/m^2.
You can do the maths..

Kind regards
Valentina
=====================================================================================

Ich habe das Paper und den zitierten Link direkt angefuegt.

http://www.climate4you.com/Sun.htm#Solar irradiance reconstructed since 1610

Der Link zeigt einen langfristigen Erwaermungstrend, der aber durch den Sonnenzyklus moduliert wird.
Ich habe nicht geprueft, ob Shepherd et al. zu den "Revisionisten" gehoeren. Ich vermute mal ja (weil sie
Solarphysiker sind). Aber das ist nur fuer Glaubenskrieger von Bedeutung.

Bemerkenswert ist Abb. 4 im Shepherd-Paper, die im Prinzip das gleiche Grundmuster wie Salvador (2013) vorhersagt.
Die Zyklen 25 und 26 weichen auffallend von frueheren Grundmustern ab. Wir laufen lt. Prognose
auf ein NEUES MAUNDER-MINIMUM ab 2025 zu, dass mehrere Dekaden anhaelt.
Mit dieser These bin ich bereits 2007 in Sankt Petersburg (Nordic Center) konfrontiert worden.
Wir muessen das aufmerksam beobachten und analysieren.

73
O.




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Dienstag, 19. Dezember 2017, 09:36

Valentina Zharkova

https://www.northumbria.ac.uk/about-us/o…ntina-zharkova/
http://www.news.de/panorama/855610650/mi…eraturabfall/1/

Man findet im Internet auch ausgesprochen haessliche und diffamierende Blogs zu Valentina Zharkova.
Das will ich nicht weiter kommentieren.
Fuer mich persoenlich ist es unerlaesslich alle Befunde und Aussagen zu beruecksichtigen, um zu einem Gesamtbild
zu kommen. Die Arbeiten der Sonnenphysiker befassen sich mit der Sonne und nicht mit dem Strahlungseffekt des CO2 und des
Wasserdampfes in der terrestrischen Atmosphaere.
Fuer eine Klimaprognose braucht man nicht nur beides, sondern viel viel mehr, z.B. auch eine Vorhersage der
technischen Evolution und der Bevoelkerungsentwicklung als entscheidente Randbedingungen fuer den Energieverbrauch.
Ich kann den "Skill" oder die "predictive power" der zugrundegelegten Modelle nicht beurteilen. Daher sehe ich mich auch
ausserstande, "gut" und "schlecht" voneinander zu scheiden. Man kriegt neuerdings immer mehr Zollstoecke ohne Masseinteilung,
dazu aber einen schwarzen Stift, mit dem man sich die Masseinteilung selber draufschreiben kann. So wie man es als "Kunde Koenig"
eben brauchen soll, heute so und morgen so ...
Das macht es nicht leichter. Die Ermordung der Eichmeister hat alles nachhaltig veraendert, fuer die Pantscher und Falschmuenzer
zum Besseren und die anderen zum Schlechteren.

73
O.

dm2xm

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Dienstag, 19. Dezember 2017, 10:40

Tja, jeder sagt was anderes.


Ich sage: .. lasst euch überraschen! Mancher erlebt es, einige nicht (mehr) {schwarzer Humor, ich muss mich wohl zu den Letzteren zählen}.
Wenn ich noch so lange durchhalte und nicht vor 2035 abnibble, dann verbuddelt werde (ich darf nich auffen Friedhof, zuviele Medikamente .. ich werd als Sondermüll entsorgt), findet mich vlt 2130 ein Außerirdischer tief und steif gefroren, kaum verrottet, buddelt mich aus und ich komm als neuer Ötzi ins Museum. (hoffentlich legt man mir ein Feigenblatt auf die bestimmte Stelle, ich bin sehr schamhaft)

So gesehen ist die Vorstellung einer Mini-Eiszeit nicht übel. Wird es dagegen noch viel wärmer, wird nix bleiben. Abnibbeln, verbuddeln, verfaulen, kurz stinken und weg ist man .. für immer ...
--
73 55
Holger (dm2xm)

Olaf

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Dienstag, 19. Dezember 2017, 11:40

Na, na, na, junger Mann. Bitte nicht so duester, und schon gar nicht kurz vor Weihnachten.
Was soll denn Deine Frau dazu sagen?
Zu dem Thema "jeder sagt was anderes" ist zu bemerken, dass das nicht das Problem ist, wenn
die Fakten stimmen (also jeder eine andere Stelle des unsichtbaren Elephanten vermisst).
Das ist in der Wissenschaft insofern normal, als wir den zu untersuchenden
Gegenstand ja wie eine Black Box auffassen muessen, an die wir verschiedene Fragen stellen.
Das Problem faengt an, wenn gefuehlte und gemessene Temperatur nicht mehr voneinander geschieden
werden, wenn also keine Einigkeit bzgl. der Observablen besteht (wenn also jeder
mit "seinen eigenen" Zahlen kommt). Man kann bei 25 C frieren oder schwitzen und Massnahmen
einleiten, aber man sollte sich darin einig sein, dass 25 C herrschen (= "Wahrheit").
Dramatisch wird es, wenn man die Faehigkeit zur Anpassung verliert (tritt fuer beide Szenarien
zu). War das aber jemals seit Menschengedenken anders?
Ich wollte eigentlich nur rauskriegen, was Zyklus 25 fuer den Afu bedeuten kann.

73
O.

P.S. Niemand hat die Absicht Dich zu verbuddeln.

dm2xm

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Dienstag, 19. Dezember 2017, 12:07

Bei mir triumphiert so gut wie immer der schwarze Humor über die Vernunft ...
Das hält mich trotz der Geschehnisse in dieser bösen Welt immer noch halbwegs bei Laune!
--
73 55
Holger (dm2xm)

Olaf

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Dienstag, 19. Dezember 2017, 13:26

Nachdem, was ich mir zusammenreime duerften sich die Empfangsgbedingungen im Zyklus 25
tendenziell wie folgt aendern (bezogen immer auf die Zeit des Maximums):
- Der taegliche Aufbau der D-Schicht wird "leiden", d.h. die Daempfung im 80 m-Band und 40-m-Band wird geringer,
mithin werden sich die QSO-Bedingungen in beiden Baendern tendenziell verbessern (insbesondere im 80-m-Band)
- Da das naechste Sonnenfleckenmaximum schwaecher ausfallen soll, duerften sich die
Bedingungen im 20-, 15-, und 10-m-Band gegenueber Zyklus 24 verschlechtern.
- Die kritischen Frequenzen (und auch die MUF) duerften sich zur Zeit des neuen Fleckenmaximums
gegenueber dem Maximum 2014 verringern.
Insgesamt duerften sich also die Bedingungen fuer die "laengeren Wellen" verbessern, die fuer die "kuerzeren Wellen"
verschlechtern. Also insgesamt tendenziell in Richtung "Funkwinter".

73
O.

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